Wie flexibel darf die Arbeitszeit bei einem Minijob sein?

Arbeitszeitkonten gibt es auch bei den so genannten Minijobs. Mit ihrer Hilfe können Arbeitgeber flexibel auf Auftragsspitzen reagieren. Minijobber bekommen jeden Monat ihr Geld, können dafür in dem einen Monat mehr, in dem anderen Monat weniger arbeiten. Doch es gibt Einschränkungen durch das Mindestlohngesetz und im Hinblick auf die Sozialversicherung.

Sonstige Flexibilitäten des Jobs

Im Sozialversicherungsjargon heißen Arbeitszeitkonten bzw. Gleitzeit- oder Jahreszeitkonten „sonstige flexible Arbeitsregelungen“. Die gibt es auch für Minijobs, damit Arbeitgeber flexibel auf Personalengpässe reagieren können. Die Voraussetzung ist dabei, dass der Minijobber monatlich den gleichen Lohn ausbezahlt bekommt. Dieser Lohn basiert auf einer bestimmten Sollstundenzahl.

Wann ist es ein Minijob?

Der Minijob definiert sich als ein Job, bei dem monatlich nicht mehr als 450 Euro verdient werden. Im Jahr entspricht das einem Lohn von höchstens 5400 Euro. Stichtag für die Berechnung ist der Beginn des Jobs. Der Arbeitgeber hat eine Prognose von 12 Monaten anzustellen. Bei weiteren flexiblen Regelungen zur Arbeitszeit muss der Lohnanspruch im erwarteten Prognosejahr ermittelt werden. Auch die am Ende des Jahres angedachten Guthabenstunden müssen im Arbeitszeitkonto berücksichtigt werden. Einmalzahlungen müssen zusätzlich berücksichtigt werden.

Freistellung von der Arbeit

Innerhalb der flexiblen Arbeitszeitregelung ist ein „Urlaub“ von maximal 3 Monaten möglich, der zum Abbau der Guthabenstunden im Arbeitszeitkonto genutzt wird. Der Lohn wird monatlich weiter gezahlt und der Beschäftigungsvertrag bleibt erhalten.

Monatslöhne beitragspflichtig

Egal wie die Arbeitszeit konkret verläuft, bleibt das Monatsentgelt sozialversicherungs- und damit beitragspflichtig. Hierbei gilt das Zuflussprinzip, das heißt, die Entgelte sind unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit monatlich gleichbleibend zu zahlen.

Das neue Mindestlohngesetz setzt Schranken

Die neuen Mindestlohnbestimmungen sehen vor, dass die Arbeitsstunden im Arbeitszeitkonto pro Monat die vereinbarte Arbeitszeit um nicht mehr als 50 Prozent übersteigen dürfen. Wenn der Minijobber mehr als 8,50 Euro pro Stunde verdient, können auch mehr Guthabenstunden angesammelt werden.

Ein Rechenbeispiel für einen Minijob

Im Arbeitsvertrag vom 01.01.16 ist eine Zahlung von monatlich 420 Euro vorgesehen, die in einer Soll-Arbeitszeit erwirtschaftet werden sollen (hier: von 35 Stunden mit einem Stundenlohn von 12 Euro). Der Arbeitseinsatz in 2016 soll flexibel sein und es sollen Überstunden im Arbeitszeitkonto regelmäßig angesammelt und abgebaut werden.

Die prognostizierte Gesamtarbeitszeit sei 420 Stunden (35 Monatsstunden x 12 Monate). Um einen Minijob handelt es sich hier auch dann, wenn sich im Arbeitszeitkonto zum Ende des Jahres 30 Guthabenstunden befänden. Das entspräche einer Gesamtarbeitszeit von 450 Stunden (450 Stunden x 12 Euro pro Stunde = 5400 Euro).

Fazit

Wer einen Minijob antreten möchte, sollte sich vorher informieren, wie flexibel die Arbeitzeit gestaltet werden kann.

Quellen

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10 Fehler in der frühen Schwangerschaft

Endlich ist es so weit. Ihre Regelblutung ist ausgeblieben und der Schwangerschaftstest ist positiv. Ein neues Leben wächst in Ihrem Bauch heran. Doch nun beginnt auch die riskanteste Zeit Ihrer Schwangerschaft. Zwischen dem 15. und 60. Tag nach der Befruchtung entwickelt der Embryo seine Organe und ist besonders empfindlich gegenüber Störungen. Natürlich müssen Sie sich jetzt nicht in Watte packen. Achten Sie aber darauf, dass Sie keine unnötigen Risiken für eine Fehlgeburt eingehen:

Rauchen

Verzichten Sie lieber auf Zigaretten oder andere Tabakwaren. Wie bei Ihnen selbst kann das Nikotin auch beim Ungeborenen zu Bluthochdruck führen. Außerdem verringern Sie durch das Rauchen den Sauerstoffgehalt Ihres Blutes, sodass der Embryo ständig unter Atemnot leidet.

Alkohol

Meiden Sie Alkohol während Ihrer Schwangerschaft. Er kann zu massiven Schädigungen des Ungeborenen führen, die von Fehlbildungen über psychomotorische Störungen bis zu geistigen Defiziten des Kindes reichen. Auch sind Babys von alkoholabhängigen Frauen oft kleiner und leichter als Babys von gesunden Frauen.

Medikamente

Klären Sie Ihren Arzt über Ihre Schwangerschaft auf, damit er Ihnen gegebenenfalls alternative Mittel oder für Schwangere zugelassene Medikamente verschreiben kann.

Stress

In den ersten Wochen Ihrer Schwangerschaft sollten Sie auch Stress vermeiden. Schalten Sie einen Gang herunter und sorgen Sie so für Ihr eigenes Wohl wie auch das Ihres Ungeborenen.

Infektionskrankheiten

Vermeiden Sie Kontakt zu Personen, die an Infektionskrankheiten wie Röteln oder Hepatitis leiden. Eine Erkrankung an diesen Krankheiten kann zu schwerwiegenden Schädigungen Ihres Kindes führen.

Rohes Fleisch

Verzichten Sie lieber auf Tatar oder Sushi. Falls Sie jetzt eine Toxoplasmose-Infektion bekommen, könnte dies bei Ihrem Fötus zu einem Wasserkopf oder einer Gehirnentzündung führen.

Essen für Zwei

Auch wenn in Ihrem Bauch ein neues Leben heranwächst, brauchen Sie nicht für das Baby mitzuessen. Eine zu hohe Kalorienaufnahme erhöht sogar Ihr Risiko, an einem Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Achten Sie lieber auf abwechslungsreiche Kost mit frischen Lebensmitteln sowie ausreichend Vitaminen, Eiweiß und Mineralstoffen.

Koffeinhaltige Getränke

Achten Sie auf Ihren Konsum von Kaffee, schwarzem Tee und anderen koffeinhaltigen Getränken. Starker Koffeingenuss während der Schwangerschaft kann zu einem zu niedrigen Geburtsgewicht Ihres Babys führen.

Impfungen

Auch wenn Sie sich während Ihrer Schwangerschaft natürlich vor ernsten Erkrankungen schützen möchten: Impfungen sollten Sie lieber auf die Zeit nach Ihrer Entbindung verschieben.

Extremsport

Halten Sie sich auch beim Sport lieber etwas zurück. Neben der Verletzungsgefahr erhöhen einige Sportarten wie Tauchen oder Reiten sogaar die Gefahr von Fruchtschädigungen oder Fehlgeburten.

Quellen:

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10 Gründe warum Onlinemarketing so wichtig ist

Warum Online-Marketing so wichtig ist

Foto: Alexander Noack / pixelio.de

Onlinemarketing nimmt einen ständig wachsenden Stellewert ein, wenn es darum geht, ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu präsentieren und zu bewerben. Zehn der wichtigsten Aspekte, die für ein ausgefeiltes Onlinemarketing-Konzept sprechen, kurz zusammengefasst:

1. Präsenz zeigen baut Bindungen auf

Kunden lieben Unternehmen, die greifbar sind. Das Internet macht es möglich: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche kann ein Unternehmen Informationen bieten und Präsenz zeigen.

2. Stets erreichbar zu sein punktet besonders bei neuen Kunden

Kunden und Interessenten suchen Informationen – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Findet der Seitenbesucher schnell, wonach er sucht, ist der erste Schritt vom potenziellen Interessenten zum Kunden getan und eine erste Verbindung zum Unternehmen entstanden.

3. Immer mehr Zielgruppen nutzen das weltweite Netz

Früher galt das Internet als „Medium der jungen Generation“. Heute hat sich dies geändert: Zielgruppen jeden Alters nutzen das weltweite Netz und machen das Onlinemarketing so auch für Unternehmen interessant, die ihre Zielgruppe beispielsweise tendenziell der älteren Generation zuordnen.

4. Der eigene Webauftritt ist gut – doch die Präsenz auf allen Kanälen ist perfekt

Eine Unternehmenshomepage ist die Basis aller Onlinemarketingmaßnahmen. Doch dazu kommen weitere Kanäle wie etwa die sozialen Medien, die Potenziale bieten. Gekonnt eingesetzt kann Social Media Marketing eine effektive Form des Onlinemarketing sein.

5. Kunden und Interessenten suchen und finden Unternehmen – mit professionellem SEO

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein großes Thema, wenn es darum geht, effizientes Onlinemarketing zu betreiben. Nur wer gefunden wird, kann sich präsentieren. Daher sollten Unternehmenshomepages auch entsprechend optimiert werden.

6. Mobile Marketing bietet noch mehr Potenzial

Das Netz wird immer mobiler und Menschen nutzen es längst nicht mehr nur am heimischen Computer. Gerade unterwegs schätzen Nutzer die Möglichkeit, schnell und gezielt Informationen zu bekommen. Und auch die Nutzung mobil erreichbarer Shops nimmt immer mehr zu. Findige Unternehmen sollten dementsprechend am Ball bleiben und auf die Optimierung der eigenen Webseite für mobile Endgeräte achten.

7. Service par excellence – durch das Internet sind Unternehmen noch mehr für Ihre Kunden da

Kunden lieben Aufmerksamkeit. Guter Service ist daher eines der sowohl ältesten als auch effektivsten Werbeinstrumente. Das Internet ermöglicht es Unternehmen, noch näher am Kunden zu sein. Informationen und schneller Kontakt machen das Onlinemarketing zur modernen Option, Kundenservice zu perfektionieren.

8. Eigenständigkeit und Authentizität beweisen – nie war es leichter als im weltweiten Netz

Charakter zu zeigen ist in jeder Form des Marketing wichtig. Das Internet bietet besonders viele Möglichkeiten, die Eigenständigkeit eines Unternehmens zu unterstreichen und sich so klar von der Konkurrenz abzusetzen.

9. Kunden lieben modern denkende Unternehmen

Zeitgemäßes Marketing kommt beim Kunden gut an. Daher sollten sich Unternehmen modern zeigen und die digitalen Optionen des Onlinemarketings für sich nutzen. Zwar haben die klassischen Werbemaßnahmen wie etwa Flyer noch immer einen hohen Stellenwert, jedoch wissen Kunden zu schätzen, wenn sich Unternehmen um einen zeitgemäßen Auftritt bemühen.

10. Maßnahmen nach Bedarf – die Flexibilität im Onlinemarketing nutzen

Die digitale Variante des Marketing ist überaus facettenreich und kann so besonders flexibel auf die Ziele des werbenden Unternehmens zugeschnitten werden. Werbeanzeigen, Facebook-Kampagnen und vieles mehr bieten eine werbetechnische Beweglichkeit, die in dieser Form wohl einzig das Internet bietet.

Quellen

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Sinkende Solarförderung wirkt sich auf Kredite aus

Die derzeitige Finanzlage

Generell lässt sich sagen, dass die gesamte Bilanzsumme stetig gestiegen ist. Auch die Anzahl der Kredite und Spareinlagen ist gewachsen.

Die Zeiten werden immer schwieriger

Genau aus diesem Grund war die Freude über die gesamte erwirtschaftete Bilanzsumme auch nicht ganz ungetrübt. Es lässt sich einfach nicht mehr abstreiten, dass man in der heutigen Zeit einfach ein stets wachsendes Geschäft braucht um Jahr für Jahr einen Überschuss erwirtschaften zu können. Mit der Größe des Geschäftes wächst aber auch nicht gleich der Jahresüberschuss stetig an. Vielmehr ist es so, dass es nur durch ständig wachsende Unternehmen möglich ist, einen halbwegs gleichen Überschuss, wie die Jahre davor in kleineren Geschäften, zu erwirtschaften. Die Hälfte des gesamten Bilanzgewinnes eines vergangenen Jahres geht an Mitglieder. Sie bekommen den Gewinn durch eine Dividende von rund fünf Prozent ausgezahlt. Der Rest des Gewinnes wird für die Rücklagen verwendet.

Warum ist eine gute Quote des Eigenkapitales so wichtig wie noch nie?

Heutzutage ist es so wichtig wie noch nie, wenn man etwas Erspartes auf der Seite hat. Da die Solarförderung immer mehr sinkt, entscheiden sich auch immer weniger Menschen dafür einen Kredit für eine Solaranlage aufzunehmen. So gut wie alle Banken beklagen eine sinkende Nachfrage nach Krediten im Bereich der Anschaffung von Solaranlagen. Ohne genügend Förderung vom Staat entscheidet sich kaum noch jemand dazu mit den Bautätigkeiten für eine Solaranlage zu beginnen.

Auch die Zu- und Abwanderung wirkt sich auf die Banken und deren Kredite aus

Vor allem der Zuzug in die kleineren Regionen des Landes hat deutlich nachgelassen. Natürlich merken auch da die ländlicheren Banken sehr das die Kreditanfrage sinkt. Es zieht kaum noch junge Menschen aufs Land um dort ein Haus zu bauen. Ohne Haus keine Solaranlage, darum wirkt sich auch hier die sinkende Solarförderung auf die Kredite der Banken aus. Sinkt die Förderung gibt es für viele Menschen keinen Grund ihr Geld in eine Solaranlage zu investieren. Es gibt auch einfach immer weniger Baugebieten in den ländlichen Regionen des Landes in denen es sich lohnen würde in ein Grundstück und in die damit verbundene Solaranlage zu investieren. Das Land muss umdenken und mehr Fördergelder für den Bau einer Solaranlage zur Verfügung stellen. Ein weiterer Grund warum die Menschen lieber in den Ballungsräumen als in den ländlichen Gebieten einer Stadt wohnen sind die hohen Spritpreise. Viele Menschen können es sich einfach nicht leisten täglich viele Kilometer an ihre Arbeitsstelle zu pendeln. Die Anzahl an Kreditkunden für Solaranlagen sinkt weiter, wobei die Menschen aus dem Bereich der Landwirtschaft und dem Handwerk generell immer noch als gute Kreditkunden gelten. Privatkredite und Darlehen für die Modernisierung des Eigenheimes sind zwar immer noch sehr gefragt, doch der Anteil der dabei auf Solaranlagen fällt nimmt ständig weiter ab.

Generell werden viele Kredite für die sogenannte energetische Sanierung des Zuhauses aufgenommen, doch in diesem Bereich entscheiden sich immer mehr Menschen für andere Alternative bei denen es bessere Förderungen gibt. Die langfristige Lösung besteht dauerhaft nur darin, dass die Zinsspanne für Kreditnehmer endlich wieder erhöht wird und nicht weiter sinkt. Umdenken ist gefragt!

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Altersarmut: Mögliche Wege aus der bevorstehenden Krise

Von Altersarmut sind verschiedene Bevölkerungsgruppen auf unterschiedliche Weise betroffen. Herbert Rische als Präsident der DRV (Deutsche Rentenversicherung) warnt vor Übertreibungen bezüglich einer angeblich massenhaft drohenden Altersarmut, will das Problem aber nicht kleinreden. Nach den Erhebungen der DRV halten nach wie vor 75 Prozent aller Deutschen die gesetzliche Rentenversicherung für die sicherste Form der Altersarmut.

Altersarmut: Wer ist betroffen?

Die Gruppen, die vorrangig von Altersarmut betroffen sind, rekrutieren sich aus absolut unterschiedlichen Schichten, was die Bekämpfung der Altersarmut so schwierig macht. Rische identifiziert im Einklang mit anderen Fachpolitikern die folgenden vier Gruppen:

  • Frauen mit langen Kindererziehungszeiten
  • Niedriglöhner beiderlei Geschlechts
  • Erwerbsminderungsrentner, die schon zeitig aus dem Berufsleben ausgeschieden sind
  • Selbstständige, die im Verlaufe ihrer Erwerbsbiografie aus finanziellen Gründen – oft im Zuge einer Insolvenz – ihre private Altersvorsorge aufgelöst und nicht wieder neu eingezahlt haben

Aufgrund der Inhomogenität dieser vier Gruppen müssten mehrere, sehr unterschiedliche Konzepte zur Bekämpfung der Altersarmut vorgelegt werden. Teilweise existieren diese Konzepte schon, doch sie basieren teilweise auch auf Freiwilligkeit der Betroffenen selbst. Andere Fakten sind politisch schwer durchsetzbar:

  • Die Anrechnung der Kindererziehungszeiten soll über Mütterrenten erfolgen, ein Projekt, das bislang noch nicht politisch durchgesetzt werden konnte. Es geht hierbei vor allem darum, ob diese Renten aus Steuern oder Versicherungsbeiträgen bezahlt werden sollen.
  • Gegen die zu niedrigen Rentenbeiträge von Niedriglöhnern will die SPD in den anstehenden Koalitionsverhandlungen (November 2013) einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro einführen.
  • Erwerbsminderungsrentnern dürfte nach wie vor die bislang praktizierte Aufstockung ihrer Rente durch Sozialhilfe weiterhelfen.
  • Selbstständige können das Mittel der Rürup-Rente als Altersvorsorge wählen, die steuerbegünstigt, pfändungssicher (auch im Insolvenzfall) und leibrentenähnlich ausgestaltet ist. Das bedeutet: Diese private Altersvorsorge können sie sich weder selbst wegnehmen (sie ist unverkäuflich und nicht beleihbar) noch durch Insolvenz verlieren. Der Abschluss der Rürup-Rente geschieht jedoch absolut freiwillig.

Wie groß ist das Problem der Altersarmut?

Aktuell beziehen reichlich zwei Prozent aller Rentner eine zusätzliche Grundsicherung, was noch keine massenhafte Altersarmut bedeutet. Die oben genannten Gruppen sind jedoch gefährdet und teilweise jetzt schon stärker betroffen, denn rund 10 Prozent der ehemaligen EU-, jetzt Altersrentner benötigen schon die zusätzliche Grundsicherung. Gegen das Problem der Niedriglöhner schlägt DRV-Präsident Rische subventionierte Rentenbeiträge vor, statt eine flächendeckende Lohnuntergrenze festzulegen. Stark in der Diskussion ist die Absenkung des Rentenbeitrages ab 2014, die nach geltender Rechtslage aufgrund der Überschüsse der Rentenversicherung erfolgen müsste. Union und SPD sind sich einig darüber, die Mittel eher zur Bekämpfung der Altersarmut einsetzen zu wollen, was beim erwartbaren Zustandekommen einer Großen Koalition auch passieren dürfte.

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Vodafone-Übernahme durch AT&T?

Der amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T plant offensichtlich eine Übernahme des britischen Konkurrenten Vodafone. Bislang haben sich die beiden Konzerne zwar noch nicht zu dem Deal geäußert, die Anzeichen verdichten sich aber sehr stark.

Übernahme und Zerschlagung von Vodafone?

Vodafone hat selbst gerade erst Kabel Deutschland übernommen und ist nun offenbar ein interessantes Kaufziel des Wettbewerbers AT&T, wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg Anfang November 2013 meldete. Offensichtlich spielen die AT&T-Manager entsprechende Szenarien durch, die auf die Zerschlagung nach der Übernahme hinauslaufen. Der ganze Vorgang erschiene zwar als Sensation auf dem Telekommunikationsmarkt, aber nur bei oberflächlicher Betrachtung. Mehrere Argumente lassen den Milliardendeal plausibel erscheinen:

  • Big Deals von dieser Sorte waren bis zum Beginn der 2000er Jahre gang und gäbe, die M&A-Abteilungen (mergers & acquisitions) großer Banken lebten prächtig davon. Lediglich die Finanzkrisen ab 2001 dämmten das Geschäft ein und ließen aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwinden.
  • In der Telekommunikationsbranche herrscht ein ultraharter Wettbewerb. Vodafone muss durchaus nicht zu den Gewinnern gehören, der Konzern schwächelt an einigen Stellen, er gilt als schlecht strukturiert.
  • Experten halten schon länger Fusionen für den einzigen Weg, um im Wettbewerb zu bestehen. Die Kartellwächter der EU beobachten entsprechende Vorgänge sehr genau.

Allerdings soll es bislang (Stand: 03.11.2013) noch keine formellen Gespräche zwischen AT&T und Vodafone geben. Bloomberg beruft sich auf Insider bei AT&T, die von der Ausarbeitung einer Übernahmestrategie berichtet hätten. Dabei steht wohl nicht nur Vodafone allein auf der Einkaufsliste der Amerikaner, auch der britische Telekommunikationskonzert EE könnte ein alternatives Übernahmeziel darstellen. Diese Firma ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutscher Telekom und der französichen Orange.

AT&T-Pläne nicht vollkommen überraschend

AT&T hatte in den vergangenen Monaten bis Jahren schon gelegentlich sein Interesse an europäischen Übernahmen bekundet. Die Strategen des Konzerns bewerten die Situation aus technischer Sicht so, dass die Handynetze auf den jüngsten Stand der Technik (LTE und LTE Advanced) zu bringen seinen, um in einem sich zuspitzenden Wettbewerbsumfeld einen vorderen Rang einzunehmen. Nur so seien in Zukunft noch hohe Gewinne, glauben die Amerikaner. Kunden würden auf die schnellsten Verbindungen setzen, geringe Preisunterschiede seien längst nicht so wichtig, wie viele Anbieter glauben. In den USA ist AT&T mit dieser Strategie bereits erfolgreich, darauf verwies AT&T-Chef Randall Stephenson. Als Übernahmekandidat ist der börsengelistete Vodafone-Konzern durchaus interessant, eine Regierungsbeteiligung gibt es – anders als bei anderen Anbietern – nicht. Auch das Timing passt gut zu den Übernahmeplänen, Vodafone ist nach seinem Verizon-Verkauf rund 96 Milliarden Dollar teuer, mit übernahmeüblichen Aufschlägen könnte der Kaufpreis am Ende zwischen 103 bis 118 Milliarden Dollar liegen.

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Abwärtstrend beim Silber hält an

Der Silberpreis könnte sich in den kommenden Wochen und Monaten in einem Abwärtstrend etablieren. Das befürchten mehrere Marktexperten unabhängig voneinander, der Chart gibt ihnen auf die Sicht von zwei bis drei Jahren recht. Im Einklang mit Gold hatte Silber im Herbst 2011 ein Alltime-High nahe 50 Dollar pro Feinunze erklommen, danach war es in einem sogenannten „Sägezahnkurs“ abwärts gegangen. Es gibt einige Für und Wider bezüglich eines dauerhaft fallenden Silberpreises.

Argumente für den weiter fallenden Silberpreis

Die amerikanische FED hat sich Ende Oktober bezüglich ihrer künftigen Geldpolitik geäußert und ein Ende der ultralockeren Geldvergabe angekündigt. Wenn die FED wirklich die Zügel straffen würde, könnten die Edelmetalle Gold, Silber und Platin ihre enorme Rolle als Inflationsschutz verlieren. Die aktuelle Preisentwicklung beim Silber zeigt, das Edelmetall gab preislich Ende Oktober nochmals nach und steht am Wochenende 02./03.11.2013 bei 21,65 Dollar pro Feinunze. Argumente für einen weiter fallenden Silberpreis wären:

  • Die Edelmetall-Rallye vom Beginn der 2000er Jahre an könnte im Herbst 2011 ihr vorläufiges Ende gefunden haben. Die Klassiker Gold und Silber waren aus Sicht der Marktakteure zu teuer.
  • Die Aktienmärkte boomen im Herbst 2013 und versprechen – anders als Anlagen in Festgeld – kräftige Renditen. Anleger nutzen Edelmetalle als Anlagevehikel bei fallenden Aktienmärkten, aktuell verläuft ein gegenläufiger Trend.
  • Offizielle Stellen in den USA sowie den starken Staaten Europas, Südamerikas und Asiens konstatieren einen Aufschwung der Weltwirtschaft. Alles spricht für steigende Aktien- und sinkende Edelmetallmärkte.
  • Die US-Notenbank wies in einem Statement Ende Oktober 2013 darauf hin, dass sie die US-Wirtschaft inzwischen für stabil hält. Analysten glauben, dass die Notenbank das Tapering (schrittweises Reduzieren von Anleihekäufen) beginnen dürfte.

Argumente für einen steigenden Silberpreis

Dennoch sollte niemand bedenkenlos per Put-Option auf einen grenzenlos fallenden Silberpreis setzen, denn es gibt auch Gegenargumente. Zwar erstarkt aktuell der Dollar und setzt damit auch die Edelmetalle unter Druck, doch das muss nicht lange anhalten. Das Währungsargument für Preisveränderungen bei Edelmetallen heranzuziehen griff schon immer zu kurz, denn Währungen verlaufen in Swings und können kaum jahrelange Trends bewirken. Es gibt gewichtige Argumente, warum Silber sich preislich fangen und auch wieder im Preis steigen könnte:

  • Silber ist ein Industriemetall, es wird gebraucht und verbraucht, und zwar viel stärker als Gold.
  • Silber muss nicht sklavisch dem Gold folgen. Der Goldpreis ist in Relation in den letzten Wochen und Monaten stärker gefallen als der Silberpreis.
  • Edelmetallhändler und Münzprägeanstalten haben etwa vor fünf bis zehn Jahren Silber als Anlagemetall in den Fokus genommen und beispielsweise sehr schöne Serien von Anlagemünzen aufgelegt. Der Markt glaubt offensichtlich an Silber.
  • In Staaten wie Deutschland könnte bis Ende 2013 allein deshalb eine Silberrallye einsetzen, weil auf Anlagemünzen ab dem 01.01.2014 die volle Mehrwertsteuer fällig wird.
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Pfund klettert nach Guidance-Erklärung der BOE

Nach einer Guidance-Erklärung (Führungs-Erklärung) der BoE (Bank of England, britische Zentralbank) ist das Pfund gegen den Dollar am Mittwoch, dem 07.08.13, gestiegen. In ihrer Erklärung hatten die britischen Zentralbanker die Beibehaltung der britischen Leitzinsen (gegenwärtig: 0,5% wie EZB, USA: 0,25%) versprochen, solange die Arbeitslosenquote nicht signifikant auf noch höchstens sieben Prozent sinke (aktuell: 7,8%) und die Inflation unverändert niedrig bleibe. Das Pfund stieg daraufhin gegenüber dem Dollar auf 1,5463 (+0,6%), gegenüber dem Euro auf 0,8613 (ebenfalls +0,6%).

BoE stützt britische Erholung

Zuvor hatte das Pfund in den letzten Tagen und Stunden noch gegen den Dollar um bis zu 0,9% nachgegeben, weil der Markt an die wirtschaftliche Erholung der Briten nicht so recht glauben wollte. Doch die BoJ folgt nun dem Weg von FED und EZB, legt ihre Karten offen und deutet eine Niedrigzinspolitik bis zur wirtschaftlichen Erholung an. Das dürfte langfristig eine extrem lockere Geldpolitik bedeuten, wie es die USA schon vormachen. Auch hier orientieren sich die Leitzinsen vorrangig an der Arbeitsmarktpolitik. BoE-Chef Mark Carney benannte als Ziel, die konjunkturelle Erholung in Großbritannien abzusichern. Allerdings ließ er die Hintertür offen, bei unkontrollierter Inflation die Zinsschraube eher als erwartet wieder anzuziehen – also auch vor Erreichen des postulierten Ziels von 7,00% Arbeitslosenquote.

Aktuelle Wirtschafts- und Börsendaten aus Großbritannien

Während das britische Pfund die Guidance-Erklärung der BoE honorierte und am heutigen Mittwoch, dem 07.08.13, ab 12.00 Uhr zu einer steilen Intraday-Rallye ansetzte (Pfund-Euro Umrechnung), drehte der Londoner FTSE (vergleichbar dem deutschen DAX) ins Minus. Die Werte im Einzelnen:

  • GBP/USD: +0,6%
  • GBP/EUR: +0,6%
  • FTSE: -1,00%
  • Wachstumserwartung der BoJ für Q3/2013: +0,6%
  • Wachstum gegenüber 2007 (vor der Finanzkrise): -3,00%
  • Erwartung der BoJ an Arbeitslosenquote: 7,1% in Q3/2016
  • Arbeitslosenquote aktuell: 7,8%

Die Anleger hatten offensichtlich von der Erklärung der Bank of England mehr erwartet, nämlich noch umfangreichere Maßnahmen zur Konjunkturstütze. Das machen FED und EZB schon seit einiger Zeit mit milliardenschweren Anleihekäufen vor, dem zweiten Vehikel (neben niedrigen Leitzinsen) des modernen Gelddruckens. Es könnte sich bei den Verkäufen im FTSE aber auch um Gewinnmitnahmen handeln, denn die britische Wirtschaft steht so schlecht nicht da. Industrie und Einzelhandel melden deutliche Zuwächse, im Dienstleistungsbereich kann sogar die stärkste Entwicklung seit 2007 verzeichnet werden.

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Gesundheitsvorsorge: Was bringt das neue Präventionsgesetz?

Am 20. März 2013 hat der amtierenden Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) einen Gesetzentwurf für ein neues Präventionsgesetz vorgelegt. Dieses soll die Gesundheitsvorsorge stärken, was sich nach den Worten des Ministers allein aufgrund demografischer Veränderung zwingend erforderlich macht. Das vorrangige Ziel des angestrebten Gesetzes sei die Stärkung der Eigenverantwortung von Menschen für ihre Gesundheit. Die SPD fordert allerdings Nachbesserungen und wird im Bundesrat ihr Gewicht einsetzen, um das Gesetz in ihrem Sinne zu beeinflussen. Im Bundestag wurde das Gesetz bereits beschlossen.

Kernpunkte des geplanten Präventionsgesetzes

Daniel Bahr will zur notwendigen Solidarität innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen zusätzliche Anreize für die eigene Gesundheitsvorsorge schaffen. Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Depressionen könnten durch eine gesunde Lebensweise eindeutig eingeschränkt werden, so der Minister. Man lege auch den Fokus auf die rechtzeitige Motivation von Kindern und Jugendlichen. Im Einzelnen schlägt Daniel Bahr folgende Maßnahmen vor:

    • Die Krankenkassen sollen ihre Ausgaben für Präventionsleistungen von derzeit rund 220 Millionen Euro auf 420 Millionen nahezu verdoppeln.
    • Die betriebliche Gesundheitsförderung will der Minister aufwerten.
    • In Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen soll besser auf eine gesunde Lebensweise geachtet werden.

Die Ausarbeitung der Details steht bislang noch aus, weshalb im Bundestag eine lebhafte Debatte um das Präventionsgesetz entbrannte.

Fragen der Abgeordneten zum neuen Präventionsgesetz

Auf die Frage der Sprecherin der Linksfraktion Dr. Martina Bunge nach den einzusetzenden Mitteln verwies der Minister auf geplante Setting-Maßnahmen innerhalb der Krankenkassen, auf die das neue Gesetz abziele. Damit sollen künftig Personen erreicht werden, die bislang Präventionsangebote nicht oder nur ungenügend wahrnehmen. Wortmeldungen kamen des Weiteren von:

        • Christine Aschenberg-Dugnus (FDP): Die pflegepolitische Sprecherin der Liberalen fragte nach der besseren Verzahnung unterschiedlicher Akteure im Gesundheitwesen.
        • Angelika Graf (SPD) kritisierte mangelnde Ansätze des des bürgerschaftlichen Engagements etwa innerhalb von Selbsthilfe- oder Patientenorganisationen.
        • Elisabeth Scharfenberg (Bündnis 90/Grüne) erkundigte sich nach regionaler Koordinierung.
        • Stefanie Vogelsang (CDU/CSU) lobte den Gesetzentwurf und erkundigte sich gleichzeitig nach der Qualitätskontrolle bei der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Der Minister stellte in Aussicht, offene Fragestellungen bis zur nächsten Lesung des Gesetzentwurfes durch seine Fachleute bearbeiten zu lassen. Er verwies abschließend nochmals auf den weitreichenden Ansatz des Gesetzes, das künftig mit der Prävention im Vor- und Grundschulalter beginnen und sie bis in die Seniorenheime fortführen werde. Eine Präventionskonferenz solle künftig Länder, Kommunen, Verbände und Vereine bezüglich der anstehenden Aufgaben koordinieren. Für die betriebliche Prävention sagte Bahr umfassende Unterstützung zu.

SPD und Grüne fordern Nachbesserungen zum Präventionsgesetz

Die SPD ebenso wie Bündnis 90/Grüne wollen im Bundesrat Nachbesserungen zum Präventionsgesetz durchsetzen. Das Kabinett steht kurz vor der Beschlussfassung, doch „Turnen auf Rezept“ genüge längst nicht mehr für die Prävention, so die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Auch kritisieren SPD-Politiker die Umleitung von Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen zur Prävention. Barbara Steffens (Grüne), Gesundheitsministerin im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen, verwies auf die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Prävention. Dies sei nicht allein eine Angelegenheit der Krankenkassen, so die Senatorin.

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Untervermietung gegen Geld rechtfertigt fristlose Kündigung

Die Untervermietung einer selbst angemieteten Wohnung wird immer wieder erwogen, es gibt vielfältigen Situationen, in denen sie plausibel erscheint. Der Klassiker dürfte dabei das Pärchen sein, das ein Zusammenleben auf Probe dadurch regelt, dass einer der Partner beim anderen im Prinzip dauerhaft einzieht, was erst ab dem vierten Monat den Behörden zu melden ist (vorher ist es ein schlichter Besuch), und dabei natürlich auch einen Anteil an der Miete entrichtet. Auch unter Verwandten gibt es ähnliche Szenarien, selbst Freunde und Kollegen vermieten sich schon einmal untereinander ein Stück der Mietwohnung, weil die Lage es erfordert. Was aber, wenn jemand ein Geschäft daraus machen will? – Das kann zur fristlosen Kündigung führen, wie einige Rechtsfälle eindeutig belegen.

Untervermietung an Großstadtbesucher

Immer wieder geraten Münchner, Berliner, Hamburger oder Dresdner Mieter in die Versuchung, die eigene Wohnung als Pension in bester Großstadt- und damit Touristenlage zu vermieten – vielleicht, weil sie sie selbst gerade nicht dauerhaft nutzen. Der Bedarf ist sehr hoch, viele Touristen (natürlich auch anderer Städte) zahlen mit Kusshand einen kleinen Pensionspreis in der voll ausgestatteten Mietwohnung, ehe sie ins teure Hotel ziehen. Auch Messebesucher in Leipzig suchen händeringend eine Unterkunft, wenn die Hotels und Pensionen der Stadt ausgebucht sind, was Mieter auf den Plan ruft, die sich ein Zubrot mit wenig Aufwand sichern wollen. Sie treten dabei allerdings gewerblich auf und riskieren die fristlose Kündigung, vor allem wenn sie ihr kleines Zusatzgewerbe verschleiern. Diese Art der Untervermietung ist nämlich eine „Zweckentfremdung erster Güte“, wie sie etwa durch spezialisierte Anwälte bezeichnet wird. Die Gerichte folgen dieser Auffassung, zum Beispiel das Landgericht Berlin in seinem Beschluss zu einem derartigen Fall aus dem Jahr 2009 (Aktenzeichen: 63 S 435/09), bei dem es um die geschäftsmäßige Weitervermietung zu Ferienzwecken ging. Der Vermieter kam seinem Mieter auf die Schliche, kündigte ihm fristlos (ohne Abmahnung) und bekam von den Juristen recht.

Beworbene Ferienwohnung

In München verhandelte das Landgericht im Jahr 2012 einen Fall, in welchem der Mieter sogar eine Internetseite aufgebaut hatte (Az.: 473 C 2781/12) und mit dem „Urlaub in schöner Ferienwohnung“ warb, die mit maximal neun Personen belegt werden könne. Dafür wollte der Wohnungsmieter 250 Euro pro Nacht, während des Oktoberfestes sogar 400 Euro haben. Ein Nachbar gab dem Vermieter einen Tipp, der sich anonym auf das Angebot bewarb, seinen Mieter und dessen Rechtsbruch eindeutig identifizierte und ihm daraufhin eine Abmahnung schickte. Dieser machte jedoch munter weiter, baute jedoch die Verschleierungstaktik aus: Die Interessenten mögen doch auf Nachfragen von Nachbarn behaupten, sie seien Freunde der Familie und würden kostenlos übernachten. Der Vermieter kündigte daraufhin fristlos, was die Richter in ihrem Urteil klar bestätigten. Dem Mieter seien die Interessen der Vermieterseite wegen eigener Profitinteressen völlig egal gewesen. Die Rechtslage hierzu ist eindeutig: Eine Untervermietung muss in jedem Fall vom Vermieter genehmigt werden, Entsprechendes regeln die §§ 540, 553 BGB.

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